Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder am 14. Dezember 2014. Jährlich sterben in Deutschland etwa 85.000 Kinder allein durch Fehl-, Früh- oder Totgeburt. Weltweit sind es um ein Vielfaches mehr. Hinzu kommen all die Kinder, die Opfer von Krankheiten, Unfällen und sinnloser Kriege wurden. Zurück bleiben trauernde Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde. Täglich wird in den einzelnen Familien dieser Kinder gedacht. Doch einmal im Jahr wollen weltweit Betroffene nicht nur ihrer eigenen Töchter, Söhne, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen gedenken.
Jedes Jahr, am 2. Sonntag im Dezember, stellen sie weltweit um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterkette 24 Stunden die ganze Welt umringt.
Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden. Es steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer Dunklen bleiben lässt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es versichert Betroffene der Solidarität untereinander.